Mar 172016
 
Jun 17, 2016 | Fri | 16年06月17日toAug 31, 2016 | Wed | 16年08月31日

Wegen der regenzeit macht Interpenetration bis ende August ausser all den dingen gar nichts. Wir empfehlen zb. den besuch der ausstellung von Günter Schimunek in den prunkhallen des Baustelle in der Lagergasse 98A. Und das nur vor allem wegen der ausstellung selbst, sondern auch nicht weniger mehr wegen der terrassenöffnung für die allgemeinheit. This can only be so good…

DO, 30.06. – SCHIMUNEK SAFARI – AUSSTELLUNGSERöFFNUNG

Bilder, Zeichnungen, Kunstbriefe

Ein Spannungsbogen mit Gemälden aus den 1980er Jahren und Arbeiten, die in den letzten 2 Jahren entstanden, gibt Einblicke in das surreale Universum von Günter Schimunek.

AUSSTELLUNGSERöFFNUNG: DO, 30. JUNI, 18:00 UHR

Öffnungszeit der Ausstellung und der Stelle für Flanier- und Sinniervergnügen:
01. Juli bis 12. August
Mi + Do 15:00 – 19:00 Uhr und Fr 15:00 -22:00 Uhr

Mit Blick über die Dächer und Strohhalm im Mund lauern wir auf laue
Nächte: Terrasse geöffnet!

Kunst und bleich, das muss nicht sein
(oder: Frau Rossi sucht das Glück)

Anlässlich der Ausstellung von Günther Schimunek öffnet Kultur in Graz von 01.07. bis einschliesslich 12.08. auch die für die Öffentlichkeit lange unzugänglichen Flanier- und Sinnierorte der Baustelle in der Lagergasse 98A. Hier, wo selbst die Rehe noch Pelz tragen, wurde der Legende nach nicht nur der Grundstein für den Bau der Donaudampfshifffahrtskapitänskajüte gelegt, sondern auch der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag von 1259 dorthin gebracht. Daisetz T. Suzuki sagte anlässlich seines Besuches im Jahre Sonnée: “So viel Gutes wurde mir wohl noch nie bevor mir von den schmackhaften Getränken ganz leicht um die Füsse wurde.” Folgen Sie also diesen historischen Kennern des Sommergenusses und verbringen Sie ein paar unvergessliche Stunden auf den Terrassen die kein Gesicht erröten und verlustwandeln Sie den Sommer in einen, von dem Sie noch Ihren Enkeln erzählen werden.

Jun 222016
 
Sep 22, 2016 | Thu | 16年09月22日
8:00 PM | 20時00分

MEDUSA’S BED

Mia Zabelka – Violine, Stimme, Live-Elektronik
Zahra Mani – Laptop, E-Bass, Live-Elektronik
Lydia Lunch – Stimme, E-Gitarre

Medusa Bed fusioniert Mia Zabelkas Avantgarde Violine Stil und Zahra Mani psychoakustische Soundscapes, um eine klangliche Umgebung zu schaffen, die die perfekte Illustration für den nächtlichen Gesang von Lydia Lunch ist.
Lydia Lunch etablierte sich als eine der international bekanntesten Wave-Musikerin in New York City seit den 80iger Jahren. Sie ist eine unabhängige Künstlerin und produziert Musik, Literatur, Film, Video und Fotografie und hält Workshops an Universitäten, Museen und Kunstfestivals. Sie experimentiert gerne mit neuen Medien, in denen sie ihre Leidenschaft und Kreativität zum Ausdruck bringen kann. Lydia Lunch wurde von Timeout New York als eine der einflussreichsten KünstlerInnen aus New York bezeichnet und hat mit Dutzenden anderen wichtigen Künstlern gearbeitet. Lydia Lunch ist eine unruhige Nomadin, immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern auf ihren Reisen.
Zahra Mani lebt in Österreich und Kroatien, als Komponistin und Multi-Instrumentalistin. Sie schafft pulsierende Soundscapes, abgeleitet von ihrem wachsenden Archiv von gefundenen Klängen, Tönen und Geräuschen, das sie seit Jahren entwickelt. Ihre Arbeitsschwerpunkte beziehen sich auf Räume, wo Feldaufnahmen, Stimmen, Instrumente, Maschinen, das Meer, der Wind, Tiere und Landschaften die akustische Grundlage bieten für ihre Hörwelten.
Mia Zabelka, Klangkünstlerin, Violinistin und Vokalistin aus Wien. Sie hat eine eigene Klangsprache entwickelt, basierend auf der De- und Rekonstruktion der klanglichen Möglichkeiten der Violine, erweitert mittels Einbeziehung der Live-Elektronik und innovativen technologischen Möglichkeiten. So konstruiert sie ihre Musik und erkundet die Grenzen von Klang und Musik in einer Sprache, die ganz ihre eigene ist. Violine, Stimme und ihr eigener Körper verwandeln sich in Klangkörper, die zugleich organisch, schreiend, lyrisch, komponiert und explosiv sind.
Elise Passavant ist eine Filmemacherin, Herausgeberin, Fotografin, VJin und Video-Manipulatorin. Nachdem sie über 200 Werbungspots und mehr als 25 Video-Shorts produziert hat, begibt sie sich auch in die alternative Kunstszene an er Schnittstelle zwischen Visuals und Musik. Ihre Video-Shorts wurden auf vielen internationalen Filmfestivals von Europa bis Japan präsentiert. Durch eine Vielzahl von Film- und Standbildkameras kombiniert sie die piratenhafte Abtastung der Bilder in Verbindung mit ihrer eigenen Texturproduktion und schafft somit eine sinnliche visuelle Poesie, die eindeutig ihre eigene ist.

www.lydialunch.org
www.zahramani.com
www.miazabelka.com
www.elisepassavant.com

A n e v o c a t i v e l i v e a u d i o v i s u a l m i x
Eine leidenschaftliche Kombination von Ton, Wort und Bild
Medusa’s Bed ist eine einzigartige, intensive audiovisuelle Performance, die die Gestaltung des Performance-Raumes mittels Musik, Text und Bilder beabsichtigt. In diesem dynamischen Projekt werden Klang, gesprochenes Wort und projizierte Bilder zu einer live bespielten künstlerischen Skulptur im öffentlichen Raum.
Die Zuschauer werden in ein intensives Erlebnis eingetaucht – mittels der Wechselwirkung von Texturen, Bildern und Tönen, die von Erinnerung, Verlust, Liebe, Wut und Überleben erzählen.
Die Bilder schaffen eine wunderschöne Kulisse von Atmosphärenschichten. Psychoambient-Soundscapes, fremde und vertraute Klänge, verzerrte Gitarren, Violinen, Feldaufnahmen, analoge und elektronische Effekte schaffen eine dynamische Musikalität, in der die Texte, vorgetragen mittels Lydia Lunchs hypnotischer Stimme, eingebettet sind. Von namhaften Kunstkritikern wurde „Medusa’s Bed“ oftmals als das „neue Schubertlied“ bezeichnet.
MICA 12/2013 CD- Rezension „Medusa’s Bed“
Fassen drei Künstlerinnen wie Lydia Lunch, Zahra Mani und Mia Zabelka, die für ihre Eigenwilligkeit bekannt sind, einmal den Entschluss, gemeinsame Sache zu machen, darf durchaus angenommen werden, dass das musikalische Ergebnis einer solchen Zusammenarbeit nicht unbedingt dem Kontext des Üblichen entsprechen wird. Und so ist es auch. “Medusa`s Bed”, die vor Kurzem auf Monotype Records erschienene CD des Trios, zeigt sich als der Versuch eines radikalen Bruchs mit aller Musikalität. Fernab der konventionellen stilistischen Fragestellungen erschaffen sich Lunch, Mani und Zabelka eine Art düsteres elektroakustisch-elektronisches Klangschauspiel, einen avantgardistisch anmutenden Soundtrack der dunklen Stimmungen, in dem Melodien und Harmonien für immer verbannt erscheinen.
Nein, wirklich leicht verdauliches Material ist es nicht, mit welchem Lydia Lunch (Stimme), Zahra Mani (Elektronik) und Mia Zabelka (Violine, Elektronik) ihre HörerInnenschaft konfrontieren. Und vermutlich ist das auch nicht deren Hauptintention. Was die drei experimentierfreudigen Künstlerinnen entstehen lassen, sind, in wenigen Worten zusammengefasst, atmosphärisch sehr verdichtete und collageartige Klangzustände, die sich mit Fortdauer immer wieder zu neuen ungewöhnlichen Formen auftürmen und in Verbindung mit Lydia Lunchs dunklem Sprechgesang eine fast schon bedrohliche Wirkung entfalten.
Strukturen oder Arrangements, die in den gängigen Mustern folgen, finden sich auf “Medusa`s Bed” keine. Vielmehr herrscht in dieser Hinsicht eine ungewöhnliche Offenheit vor. Der sich aus elektronischen Tönen, Geräuschen und Flächen aller Art speisende Sound ist einer, der sich unaufhörlich und mit Intensität in den Raum entwickelt, gleichzeitig aber auch viele kleine und vielleicht nicht unmittelbar wahrnehmbare Details in sich trägt, die für zusätzliche Schwingung sorgen. Es sind vor allem Andeutungen, mit denen Lydia Lunch, Zahra Mani und Mia Zabelka spielen. Alles läuft irgendwie unterhalb der Wahrnehmungsgrenze statt, was aber letztlich für dieses undefinierbar Geheimnisvolle sorgt.
„Medusa`s Bed“ ist ein Stück Musik, mit dem man sich schon auseinandersetzen muss, um es in seiner Ganzheit fassen zu können. Tut man dies aber, eröffnet sich letztlich ein intensives und unmittelbares Hörerlebnis, eines, welches seine latente Spannung vor allem aus dem Umstand bezieht, das es eben nicht den üblichen Formaten entspricht. (mt)